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Mittwoch, 13. Juni 2012

Bürgerinitiative Heliosgelände verhindert erfolgreich Shopping Mall!

Offiziell endete die Bürgerbeteiligung „Helios-Forum“, Köln-Ehrenfeld, am Dienstag, dem 5. Juni 2012.
Der Kölner Stadtteil Ehrenfeld hat etwa genau so viele Einwohner wie Witten. Über 500 Bürger und Bürgerinnen haben an der öffentlichen Präsentation und Diskussion der Ergebnisse teilgenommen, berichtet die Initiative.
Der Sprecher der Initiative sagte, die vergangenen beiden Jahre hätten gezeigt, dass sich Beteiligung lohne, denn die Idee einer Shopping Mall auf dem Heliosgelände sei nun endlich vom Tisch.

Neuregelung der Einzelhandels-Steuerung im Landesplanungsrecht NRW

Zielsetzung zur Stärkung örtlicher Zentren und der Nahversorgung in NRW

Die Innenstädte sollen gestärkt und dafür der Einzelhandel gesteuert werden. Er darf sich nicht dort ansiedeln, wo er will, vor allem nicht zum Nachteil örtlicher Zentren und der Nahversorgung.
In NRW besteht breiter Konsens, großflächigen Einzelhandel zu steuern, das "zentrenschädliche Bauen auf der grünen Wiese" zu verhindern und eine geordnete und nachhaltige Stadtentwicklung zu ermöglichen - auch im Hinblick auf die demografische Entwicklung.

Dienstag, 12. Juni 2012

Was gehört in dem Stadtteil Witten-Herbede zum Zentrum?

Das gewachsene Zentrum Herbedes ist in der Luftnahme (s.u.) auf der rechten Seite zu erkennen, am äußeren Rand ist ein Teil der Meesmannstraße sichtbar. Die Diagonale mit dem erkennbaren Rundbogen (Omega-Brücke) ist die Wittener Straße.
Zwischen der Wittener Straße und dem Fabrikgebäude (oben links) liegen das Gerberviertel und das ehemalige Rathaus (jetzt Ärztezentrum), die beide historisch zu Herbede-Ost gehören.

Fotograf: © Hubert Harst
Zum Vergrößern bitte Bild anklicken

  • Die sehr stark befahrene Wittener Straße ist unbestritten eine Barriere zwischen dem Herbeder Zentrum und Herbede-Ost: Sie lässt sich nicht zu einer Fußgängerzone umbauen.

Sonntag, 10. Juni 2012

Keine Mehrheit für Bürgerbegehren in Sicht

Nach dem gegenwärtigen Stand der Auszählung wird die notwendige Zahl der Unterschriften für einen Bürgerentscheid gegen die Ansiedlung eines großflächigen Lebensmitteleinzelhandelsgeschäftes im sogenannten Gerberviertel des stadtteils Witten-Herbede nicht zu erreichen sein.
Heiner Knährich, Vorsitzender des Heimatvereins Herbede und einer der Mitinitiatoren des Bürgerbegehrens, sagte gegenüber der WAZ: „Wir geben aber nicht auf, denn selbst, wenn wir die nötige Menge nicht erreichen, wollen wir doch mit einer möglichst hohen Zahl von Unterschriften aufzeigen, dass nicht alle Bürger für diesen Frischemarkt stimmen." (in: WAZ, 08.06.2012)
Genau dies war und ist der Sinn des Bürgerbegehrens: Die Bürger sollen selbst darüber abstimmen können, was ihnen wichtiger ist, bequemeres Einkaufen in einem Lebensmittelsupermarkt außerhalb des gewachsenen Zentrums oder der Erhalt des Herbeder Zentrums. Beides zusammen geht nach Aussagen von Experten nicht.   

Freitag, 8. Juni 2012

Städteplanung in Witten: Mit zweierlei Maß?

Es gibt einen Zusammenschluss von 24 Städten in der Region östliches Ruhrgebiet, die zum Schutz der Zentren eine gemeinsame Erklärung unterschrieben haben - Witten war nicht dabei. In der „Hammer Erklärung“ vom 28.11.2012 heißt es:
"Der Handel gehört neben Kultur und Bildung, Begegnung und Gastronomie, Arbeiten und Wohnen zum städtischen Leben. Er bestimmt in seinen vielfältigen Facetten in hohem Maße die Lebendigkeit und Attraktivität der urbanen Zentren. Die Vitalität und Qualität unserer Innenstädte ist in diesem Sinne die Grundvoraussetzung für eine zukunftsfähige, offene und integrative Stadtgesellschaft."
Erst im Februar 2012 ist Witten der "Hammer Erklärung" beigetreten.

Montag, 21. Mai 2012

Klein-Las Vegas bald auch in der Meesmannstraße?

Wenn durch Neuansiedlungen von großflächigem Einzelhandel außerhalb von Zentren eine Verlagerung der Kundenströme vollzogen und damit in vereinzelten Stadtteilen die Kaufkraft abgezogen wird, setzt eine verheerende städtebauliche Entwicklung ein. Dies ist die bittere Erfahrung aus vielen Städten und Stadtteilen - und auch Herbede wird nicht davor verschont bleiben, wenn die Ansiedlungspläne der Verwaltung Realität werden.
Der Arbeitskreis Zentrumsentwicklung zeigt die Gefahr in einem Leserbrief an die örtlichen Zeitungen auf. Der Bürgerkreis teilt diese Auffassung.

Fotograf: Berthold Bronisz  / pixelio.de

Mittwoch, 9. Mai 2012

Post- und Bahnagentur in Herbede

"Post und Bahn können nicht nur nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten ausgerichtet werden, sie haben auch eine soziale Aufgabe", sagen Kunden. Aber eine Agentur muss sich wirtschaftlich betreiben lassen.
Der Stadtteil Witten-Herbede hat, was viele Stadtteile nicht mehr haben: eine Post- und eine Bahnagentur. In vielen Orten, wie beispielsweise in Titisee, Hochschwarzwald, erklären Bürgermeister Post- und Bahnagentur zur Chefsache und setzen alle Hebel in Bewegung, um sie am Ort zu halten.
>>> Hochschwarzwald. Servicewüste Titisee – Kurort ohne Post- und Bahnagentur, Badische Zeitung, 10.01.2012

Freitag, 4. Mai 2012

Was glänzt denn da?

Glosse von Tobias Stratkemper

Zunächst einmal Respekt!- Ehrlich! Respekt dem Konzern Edeka und dann unseren Volksvertretern!

Läuft doch prima, oder? Die Saat ist ausgebracht, jetzt nur noch abwarten..

Den Eingeborenen ein paar Glasperlen hinwerfen und während die sich zanken in aller Ruhe die wahren Schätze nach hause schaffen.

Aber der Reihe nach.

Montag, 26. März 2012

Es könnte teuer werden!

Die CDU ahnt Böses: Wer übernimmt die Kosten für den Schaden, den auch die CDU-Fraktion durch eine städteplanerische Fehlentscheidung anzurichten droht?
Obwohl die Ratsmitglieder wissen, dass es keine den Einzelhandel schützende Sortimentsauflagen im Gerberviertel geben kann, stimmt sie der Ansiedlung eines großflächigen Lebensmitteleinzelhandels im Gerberviertel zu. (>>> siehe auch "Zweifel bei der CDU an der anstehenden Gerberviertel- Entscheidung oder der Versuch einer Klientel- Politik?")
„Die Einzelhandelslagen entlang der Meesmannstraße haben gegenüber einem integrierten, großflächigen Einzelhandel zwangsläufige und unverschuldete Standortnachteile. Der mittelständische Einzelhandel in der Meesmannstraße wird nur überleben, wenn im Gerberviertel nicht die gleichen Sortimente angeboten werden."
Durch ihre Zustimmung nimmt die CDU gezielt Einfluss auf den Wirtschaftsablauf und sieht zu, wie Existenzen und Arbeitsplätze in der Meesmannstraße zerstört werden?

Wer trägt die Kosten für die Folgeschäden?
Ein Beispiel:

Donnerstag, 22. März 2012

Schreiben an die CDU Witten

Zum Vergrößern
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Schreiben an den Fraktionsvorsitzenden der CDU, Arnulf Rybicki

Sehr geehrter Herr Rybicki,

in der WAZ-Ausgabe vom 21.03.2012 werden Sie mit folgenden Worten zitiert:
"Jetzt haben wir aber von allen Händlern Schreiben bekommen, die fordern, das Moratorium aufzuheben. Wir werden uns dem Wunsch derjenigen, die dort ihre Geschäfte betreiben, anschließen."
Die Behauptung, dass Sie von allen Händlern dazu aufgefordert werden, das Moratorium aufzuheben, ist nachweislich unwahr und verschweigt die Wahrheit:

Montag, 19. März 2012

Wochenmarkt darf nicht durch größeren Lebensmittelsupermarkt im Gerberviertel gefährdet werden!

Der Wochenmarkt wäre durch einen größeren Lebensmittelsupermarkt im Gerberviertel ernsthaft gefährdet (>>> siehe: "Wochenmarkt durch großen Vollsortimenter im Gerberviertel gefährdet").

In unserer Umfrage zum Wochenmarkt in Herbede haben 92 Prozent der Teilnehmer (61 von insgesamt 66) abgestimmt, dass sie den Wochenmarkt für Herbede sehr wichtig (53 Stimmen) oder für wichtig (8 Stimmen) halten.

Montag, 5. März 2012

Aktive des AK Zentrumsentwicklung massiv bedroht: "Man sollte Euch alle erschießen"!!

(Letzte Überarbeitung, 16.03.2012)
Erklärung des Bürgerkreis Herbede e.V.
Die Aktiven des Arbeitskreises Zentrumsentwicklung wurden während der Informationsveranstaltung am Freitag, 2. März 2012, am Informationsstand des Arbeitskreis Zentrumsentwicklung, auf dem Platz vor Storchmann/Sparkasse, mit den Worten bedroht: "Man sollte euch alle erschießen“. 
Die eidesstattlichen Erklärungen liegen dem Bürgerkreis vor.

Der Bürgerkreis hat keinerlei Interesse an einer weiteren  Emotionalisierung der Diskussion mit den Befürwortern der Ansiedlung eines großflächigen Lebensmittelsupermarktes im Gerberviertel und wird sich auch  in Zukunft hierauf nicht einlassen. Aus diesem Grund und im Interesse einer Versachlichung verzichtet der Bürgerkreis an dieser Stelle auf namentliche Nennungen und Funktionsbezeichnungen.

Das Blog des Bürgerkreises ist prinzipiell eine offene Plattform, zu dem jeder Beiträge auch anonym verfassen kann. Lediglich Beiträge mit strafrechtlichem Hintergrund können entfernt werden. Persönlich gekennzeichnete Beiträge können nur im Einverständnis mit dem Betroffenen entfernt werden. Mehr kann und wird der Bürgerkreis nicht tun.

Montag, 6. Februar 2012

Kreativquartiere - Stadtentwicklung in Deutschland - Ideen für den Stadtteil

Vertreter des Bürgerkreises Herbede und der Fraktionen des Rates der Stadt Witten, ausgenommen CDU und Die Linke, haben vor fast einem Jahr ein gemeinsames Gespräch geführt, das auf eine zukünftige Zusammenarbeit hoffen ließ. In den derzeit wichtigsten Fragen bestand Übereinstimmung: Die Weiterentwicklung des Stadtteilzentrums Herbede im Bereich der Meesmannstraße und ihrem Umfeld sollte Priorität haben. Der Bürgerkreis hatte dazu entsprechende Voten der Eigentümer, Standortentwickler oder Betreiber eingeholt und die Stadtverwaltung und Fraktionen darüber unterrichtet.
Außerdem sollte ein Machbarkeitsstudie für das Gerberviertel angefertigt weden.

Samstag, 4. Februar 2012

Bürgerkreis und Heimatverein bereiten sich auf Bürgerbegehren vor

Warum befürworten der Bürgerkreis und der Heimatverein ein Bürgerbegehren für Herbede?

Mit dem Beschlussvorschlag vom 12.01.2012, will die SPD einen Schlussstrich unter die bisherigen Diskussionen ziehen. Damit werden - ohne Not und im vorauseilendem Gehorsam - einem der drei großen Lebensmittelanbieter nach Ansicht des Bürgerkreises erhebliche Standortvorteile verschafft und dem Zentrum erhebliche Schäden zugefügt. Die SPD präsentiere prinzipiell wieder ihren alten, überholten Standpunkt aus der Zeit vor 2003. 

Donnerstag, 26. Januar 2012

Edeka will in Herbede bleiben! Schließungsankündigung aus taktischen Gründen.

13.01.2012
Die Firma Edeka setzte am 12.01.2012 per e-mail die Stadt davon in Kenntnis, dass sie als Hauptmieter des Ladenlokals in der Meesmannstraße vom bestehenden Optionsrecht Gebrauch gemacht und damit die Mietzeit um weitere 5 Jahre verlängert hat.*

Außerdem berichtet Edeka in diesem Schreiben, dass Folgegespräche mit der Firma Rossmann stattgefunden haben, mit dem Ziel, Edeka auf der bisherigen Fläche durch Rossmann zu ersetzen. Am 23. Januar 2012 werde es im Hinblick auf eine Anmietung der jetzigen Mieträumlichkeiten durch die Firma Rossmann zu einem persönlichen Gespräch mit den Vermietern und Edeka kommen. Die Nachfolge durch die Firma Rossmann käme aber nur ... "unter der Voraussetzung einer Verlagerung des Edeka-Marktes in das Gerberviertel" zum Tragen.
Vielen Dank an die Firma Edeka für die Klarstellung, dass sie den Standort in der Meesmannstraße nicht aufgeben wird, es sei denn, der Rat der Stadt beschließt die Ansiedlung im Gerberviertel.
In dem Falle würde Edeka auf die andere Seite der Wittener Straße außerhalb des Zentrums wechseln.

Halten wir folgende Ergebnisse fest:

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Herbede und das Gerberviertel - International

Foto: Tina Kaiser, WELT Online
"Der Kampf der Kleinstadt gegen den Supermarkt", lautet die Überschrift eines Artikels in WeltOnline, vom 16.10.2011

Damit ist nicht das über 1150 Jahre alte Herbede, bis 1975 selbständig, heute Stadtteil von Witten, gemeint, es geht nicht einmal um eine deutsche Kleinstadt, sondern um das mittelalterliche Städtchen Hadleigh, anderthalb Autostunden nordöstlich von London. In dieser weitgehend unter Denkmalschutz stehenden Gemeinde war ein Riesensupermarkt geplant: 1999 kaufte Tesco die als Gewerbegebiet ausgewiesene Brachfläche und legte Pläne für einen gigantischen Konsumtempel vor. "Uns war sofort klar: Das wäre der Tod für unsere Dorfgemeinschaft" - und der Ort machte mobil.

Samstag, 8. Oktober 2011

Zeitungsumfrage bestätigt ebenfalls das Ergebnis der Studie von Stadt+Handel

Zum Thema „neuer Lebensmittelmarkt in Herbede“ hatte der LokalKompass eine Online-Umfrage auf seiner Internetseite angeboten. Knapp 60 Lokalkompass-Besucher haben die Frage beantwortet: Braucht Herbede einen weiteren Lebensmittelhandel im Gerberviertel? 59 Prozent haben angeklickt: „Nein, das Anbebot ist ausreichend, ein neuer Lebensmittler würde der Meesmannstraße nicht guttun.“ Dieses Ergebnis deckt sich im Wesentlichen mit der wissenschaftlich fundierten Umfrage der Dortmunder Marktforscher von „Stadt + Handel, Beckmann und Föhrer.“
Selbstverständlich wird sich der Einzelhandel nicht darauf ausruhen können. Eine Modernisierung ist "aus Nachfragesicht grundsätzlich wünschenswert", heißt es in der Expertise.
Die Gewerbetreibenden, Immobilieneigentümer und Kunden haben in Herbede die seltene Chance, selbst festzulegen, in welche Richtung sie modernisieren wollen. Dazu ist eine (Auftakt-)Veranstaltung geplant, über die wir rechtzeitig informieren werden.

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Ignoranz mit Sytem – Instrumentalisierung der Werbegemeinschaft Herbede durch die Verwaltung

Was dabei herauskommt, wenn die Verwaltung die Werbegemeinschaft eines Stadtteil instrumentalisiert: Die Spaltung der Kaufleute und die drohende Lähmung des Stadtteils!

Am 18.08.2011 informierte der Vorsitzende der Werbegemeinschaft und Leiter der Edeka-Filiale, Herr Grütter, die zwölf anwesenden Kaufleuten anlässlich einer Mitgliederversammlung, er sei von der Bürgermeisterin aufgefordert worden, eine Stellungnahme der Werbegemeinschaft zum Moratorium abzugeben. Er versprach den Mitgliedern, der Bürgermeisterin das Ergebnis mitzuteilen. Nur 13 Mitglieder der Werbegemeinschaft forderten die Aufhebung des Moratoriums.
Sie forderten NICHT die Ansiedlung eines großflächigen Lebensmitteleinzelhandels im Gerberviertel! Das gesamte Protokoll der Sitzung der Werbegemeinschaft liegt der Bürgermeisterin, den Fraktionen und auch uns vor. Die Diskussion verlief kontrovers, zwei Mitglieder enthielten sich der Stimme, zwei weitere lehnten die Aufhebung ab.

Wie kommt es nun, dass bis in die Reihen der CDU-Fraktion die Meinung vertreten wird, die Kaufleute in der Meesmannstraße hätten zu Gunsten einer Verlagerung des Edeka-Marktes in das Gerberviertel abgestimmt? Diese falsche Auslegung hängt offenbar mit dem Begleitschreiben zusammen, in dem Herr Grütter das Ergebnis der Abstimmung erläutert, von dem aber die Mitglieder möglicherweise keine Kenntnis haben.

Freitag, 30. September 2011

Nokia und Edeka - die Wittener SPD im Zwiespalt mit der Glaubwürdigkeit

Die Einstellung von Parteipolitikern, die aus Herbede stammen, zu Arbeitsplätzen in der Region ist sehr unterschiedlich. Während ihnen die drohende Vernichtung von Arbeitsplätzen im Herbeder Einzelhandel durch eine mögliche Fehlentscheidung des Rats kein Kopfzerberechen bereitet, wählen sie für den Verlust von Arbeitsplätzen durch Nokia zumindest starke Worte.